Polyamorie Online-Konferenz

Die Konferenz für Polys, ihre Partner:innen, neugierige Menschen und interessierte Fachkräfte

Die Inhalte der Polyamorie-Konferenz 2023 und 2024 sind jetzt als Download erhältlich.

17 Vorträge + 13 Deep Dives - zum flexiblen Anschauen in deinem Tempo.

Details zu den einzelnen Vorträgen findest du weiter unten.

Preis: 120€

Freue dich auf Vorträge 

vom Expert:innen-Netzwerk Polyamorie für Beratende und Therapeut:innen (ENP) und Gästen.

Freue dich auf Deep Dives

Was ist ein Deep Dive? Die Vertiefung eines Vortrags durch wechselnde Poly-Expert:innen des ENP.

Freue dich auf ein Live-Q&A

Am letzten Tag der Konferenz hast du die Möglichkeit, live bei Zoom den Vortragenden deine Fragen zur Konferenz zu stellen.

Den Link zum Live-Q&A erhältst du direkt nach dem Ticketkauf per E-Mail. Keine Videoaufzeichnung.

Ticketpreise:

20€ für Menschen ohne Einkommen

35€ mit geringem Einkommen

60 € mit regulärem Einkommen

Konferenzpaket:

Du hast im Konferenzzeitraum keine Zeit oder du möchtest auch nach November Zugriff auf alles? Die Beiträge und Deep Dives der Konferenz 2025 werden ab dem 24.11.25 als Download für 100€ erhältlich sein (Link folgt).

Sei dabei! Wir freuen uns auf dich!

Annika Ackermann und Leonie Henning 

Vorträge 2025

“Bitte geh den Weg mit mir!” Paare im Spannungsfeld zwischen Aushalten, Abwarten und Trennung

Leonie Henning (Veranstalterin)

Sie will die Beziehung öffnen, er blockt ab – und plötzlich stecken beide fest. 

Streit, Unverständnis, Trauer. Und noch schlimmer: Stillstand. Was steckt hinter diesem Muster? Welche Gespräche und Entscheidungen führen aus dieser Sackgasse?

Es ist ein häufiges Konfliktmuster, das Paare vor große Fragen stellt.

Ziel des Vortrags ist es, dass Paaren, die sich in diesem Muster befinden, ihr Verhalten aus der Vogelperspektive sehen und für sich eine klarere Haltung und mögliche nächste Schritte finden.

Leonie Henning ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sexualtherapeutin i.A. und Systemische Beraterin mit Schwerpunkt Polyamorie

Meine 5 liebsten Werkzeuge

Annika Ackermann (Veranstalterin)

Wie können polyamore Beziehungen reflektierter, stabiler und erfüllender gestaltet werden? 

Annika Ackermann teilt fünf Werkzeuge, die sie immer wieder polyamoren Klient*innen empfiehlt, weil sie offene Kommunikation erleichtern und emotionale Sicherheit stärken. Von RADAR-Check-ins über das Relationship Anarchy Smorgasbord bis hin zur Ankerbox – praxisnah, alltagstauglich und sofort anwendbar.

Ziel des Vortrags ist es, die nützlichsten Werkzeuge in den eigenen Polyamorie-Werkzeugkasten zu legen, um sie bei Bedarf zur Hand zu haben.

Annika Ackermann ist Systemische Beraterin mit dem Schwerpunkt Polyamorie/Nicht-Monogamie und LGBTQ*

Wahrhaftigkeit: Das wahre Selbst vs. das soziale Ich - wie finde ich mich selbst?

Diana Böhme 

Mehr zum Inhalt: Folgt

Infos zu den Vorträgen folgt:

Sonja Jüngling

Christina Gesing

Kim Begemann

Daniel Trommer

Sonja Bröning

Die Gäste stehen schon fest. Titel der Vorträge und näheres zu den Inhalten folgt sobald wie möglich.

2. Polyamorie-Konferenz 2024

10 Vorträge 2024


Leonie Henning (Veranstalterin): Poly-Mono-Beziehung: (D)ein Fahrplan zum Erfolg

Leonie Henning beschreibt die Herausforderungen und Entscheidungsprozesse für (bisher) monogame Menschen, die Polyamorie erkunden wollen, und für Polys, die überlegen Beziehungen mit monogamen Personen einzugehen.
Sie betont die Notwendigkeit offener Kommunikation, damit beide Seiten ihre Bedürfnisse und Beziehungsmodelle klar verstehen und mögliche Konflikte frühzeitig erkennen. Eine achtsame Annäherung erfordert Zeit und emotionale Ressourcen, um die Tragfähigkeit der Beziehung realistisch abzuschätzen und eventuelle Missverständnisse zu vermeiden.




Annika Ackermann (Veranstalterin): People Pleasing Polys: Was tun, wenn die V-Spitze zu nett ist?

Annika Ackermann erläutert, dass People Pleasing, also das Bedürfnis, es anderen recht zu machen, oft auf Kosten der eigenen Bedürfnisse erfolgt und in polyamoren Beziehungen, besonders an der V-Spitze, zu Problemen führen kann. Dieses Verhalten kann zu Missverständnissen und Enttäuschungen führen, wenn widersprüchliche Wünsche entstehen, da People Pleaser oft Schwierigkeiten haben, klare Grenzen zu setzen. Sie empfiehlt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und transparent zu kommunizieren, auch wenn dies Konflikte bedeuten könnte, um langfristig gesunde Beziehungsmuster zu etablieren.




Sonja Jüngling: Transparenz in offenen Beziehungen

Sonja Jüngling erklärt Transparenz in Beziehungen als bewusst reflektierte Kommunikation, die über Ehrlichkeit und Offenheit hinausgeht, indem man nur das teilt, was zum gegenseitigen Verständnis notwendig ist, ohne zu überfordern. Sie betont, dass Transparenz kontextabhängig ist und erfordert, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse klar zu verstehen und zu kommunizieren. Durch Selbstreflexion kann Transparenz helfen, Konflikte zu vermeiden und Missverständnisse in Beziehungen zu klären.




Jeremy Shub: Polyamory: Healing after hurt ¹

Jeremy Shub explains that emotional hurts in relationships are unavoidable, ranging from minor incidents to significant conflicts, and emphasizes the importance of repair through understanding and clear communication. They suggest expressing hurt as "I feel hurt" rather than "you hurt me" to reduce blame and foster empathy, and stress that emotional literacy is essential for building trust. Apologies should involve responsibility, and active listening—aiming to understand before responding—is crucial, especially in complex relationship dynamics like non-monogamy.




Christina Gesing: Safer Heart Talk: Wie schütze ich mein Herz?

Christina Gesing beschreibt den "Safer Heart Talk" als Gesprächsformat, das es Menschen ermöglicht, ihre Beziehungswünsche, Grenzen und Erwartungen offen zu besprechen und dadurch Missverständnisse zu vermeiden. Das Format umfasst flexible Fragen zu Identität, Beziehungsvorstellungen und Absprachen, die je nach Situation angepasst werden können. Gesing betont, dass solche Gespräche sich über die Zeit entwickeln und in Dating-Apps schon erste Informationen geteilt werden können, um Klarheit und Verständnis zu fördern.




Freya Rose: Embodied strategies for overcoming relationship conflict and attachment distress ¹



Freya Rose introduces the "STOP" method for managing conflict, which involves using a safe word or gesture to pause escalating arguments. Couples set a brief timer to take space and calm down, then return to discuss the issue with a clear mind. This approach helps partners take mutual responsibility for maintaining respect and trust, even during disagreements.


Kim Begemann: Besser streiten und reparieren: Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg.

Der Vortrag beschreibt die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) als wichtiges Werkzeug für empathische Kommunikation, besonders in polyamoren Beziehungen. Kim Begemann betont, wie GFK hilft, Konflikte konstruktiv zu lösen, indem man Gefühle und Bedürfnisse klar ausdrückt und Verantwortung übernimmt, anstatt Schuldzuweisungen zu machen. Dadurch können Missverständnisse vermieden und Beziehungen auf einer emotionalen Ebene gestärkt werden.


GastvortragSarah Stroh: When exploring ENM (ethical non-monogamy) hurts the people you love ¹

Sarah Stroh explores the emotional complexities of non-monogamy, highlighting the tension between personal freedom and partner impact. Through personal stories, they illustrate challenges such as reconciling their desire for an open relationship with partners' varying comfort levels, ultimately realizing the importance of honoring boundaries. Their main takeaway is that non-monogamy requires balancing personal desires with partner well-being, with each person needing to decide what sacrifices are sustainable for their desired life.


  • Kein Deep Dive zu diesem Vortrag 



GastvortragLeonie Groß-Usai: Wo geht es wohl hin? Polyamorie im deutschen Recht
Halb-Juristin Leonie Groß-Usai beschreibt die Herausforderungen, polyamore Beziehungen rechtlich abzusichern, da das deutsche Recht bislang nur Zweierbeziehungen berücksichtigt. In Bereichen wie Erbrecht und Rentenansprüchen sowie in der Kindersorge fehlen umfassende rechtliche Regelungen, die diese Beziehungsformen anerkennen. Sie setzt sich dafür ein, dass das Recht zeitnah an die gesellschaftliche Realität angepasst wird, um Diskriminierungen gegenüber polyamoren Lebensformen zu verhindern.

  • Kein Deep Dive zu diesem Vortrag 


Gastvortrag: Viktoria Astfäller: Polyamore Elternschaft aus Sicht des Jugendamts

Viktoria Astfäller, systemische Therapeutin und Diplom Sozialarbeiterin, spricht darüber, dass das Jugendamt in Deutschland nur bei ernsthaften Kindeswohlgefährdungen eingreift und „ungewöhnliche Lebensweisen“ allein kein Grund für Maßnahmen sind. Sie beschreibt, wie Vollmachten in Patchwork- und polyamoren Familien genutzt werden können, um elterliche Sorge an vertraute Personen zu übertragen, und betont die Wichtigkeit der Bindung zu Bezugspersonen gegenüber Blutsverwandtschaft. Zudem ermutigt sie Eltern, Kinder auf Akzeptanz gegenüber verschiedenen Familienmodellen vorzubereiten, und empfiehlt proaktive Kommunikation mit dem Jugendamt bei besonderen Familienkonstellationen.
Disclaimer: Viktoria spricht nicht in offizieller Funktion des Jugendamts, sondern als Privatperson mit über 10-jähriger Erfahrung im Jugendamt.

  • Kein Deep Dive zu diesem Vortrag 



 ¹ Vortrag auf Englisch, alle anderen Vorträge sind auf Deutsch

1. Polyamorie-Konferenz 2023

7 Vorträge + 6 Deep Dives

Annika Ackermann (Veranstalterin): “Hilfe, ich fühle!” Emotionsregulierung in schwierigen Momenten

Annika Ackermann erklärt, wie Emotionsregulierung Menschen helfen kann, intensive Gefühle wie Angst oder Unsicherheit in schwierigen Beziehungssituationen zu bewältigen. Sie unterscheidet zwischen Co-Regulation (emotionale Unterstützung durch andere) und Selbstregulation (eigenständige Beruhigung), wobei Letztere mit Übungen wie Atemtechniken oder Achtsamkeit gezielt trainiert werden kann. Besonders in polyamoren Beziehungen, die oft persönliche Themen verstärken, empfiehlt sie, Selbstregulationsübungen auszuprobieren, um stabiler mit Herausforderungen umgehen zu können.

Leonie Henning (Veranstalterin): 3 Dinge, die ich am Anfang gerne gewusst hätte

Leonie Henning spricht darüber, dass die größten Herausforderungen in polyamoren Beziehungen oft zu Beginn auftreten, während viele neue Kompetenzen wie Kommunikation und Selbstregulation entwickelt werden müssen. Sie betont die Bedeutung einer unterstützenden Community und stellte Werkzeuge wie das „Smorgasbord“ vor, um Beziehungen individuell und konsensbasiert zu gestalten. Abschließend ermutigte sie dazu, polyamore Beziehungen als legitime Lebensweise anzunehmen und den eigenen Weg mit Mut und Reflexion zu gehen.

Kim Begemann: Eifersucht als Chance

Kim Begemann spricht darüber, dass Eifersucht in offenen oder polyamoren Beziehungen ein normales Gefühl sein kann, das wichtige Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse oder Unsicherheiten geben kann. Offenheit, Selbstreflexion und klare Kommunikation helfen dabei, die Ursachen von Eifersucht zu verstehen und Lösungen zu finden, die allen Beteiligten gerecht werden. Der direkte Kontakt zwischen beteiligten Personen kann Missverständnisse vermeiden, Vertrauen stärken und langfristig das Beziehungskonstrukt stabilisieren.

Annina Tonkov: Im Konflikt und außerhalb: Wie wir Beziehungspersonen liebevoll begegnen können

Die klinische Psychologin Annina Tonkov untersucht Unterschiede zwischen monogamen und nicht-monogamen Beziehungen, besonders im Hinblick auf konstruktive Kommunikation und Eigenverantwortung. Explizite Gespräche über Beziehungsregeln, Werte und Erwartungen fördern Klarheit und Zufriedenheit, besonders in komplexeren Netzwerken. Werkzeuge wie das Smorgasbord helfen dabei, Beziehungen strukturiert zu gestalten, während flexible Regeln den Einstieg in neue Beziehungsmodelle erleichtern.

Jeremy Shub: How to be Slutty and Poly ¹

Jeremy Shub discusses embracing "sluttiness" as a positive and sex-positive concept centered on freedom, pleasure and ethical practices. They emphasize the importance of clear communication, consent, and negotiation in non-monogamous and polyamorous relationships while prioritizing sexual health and combating internalized slut-shaming. Jeremy recommends resources like the book The Ethical Slut and offers coaching to support individuals and couples in exploring these topics.

Freya Medley: Less Talk, more Trust: Using Attachment Science and Somatics to Cultivate More Safety with Less Control ¹

Freya Rose introduces a framework for building trust in relationships through non-verbal, somatic communication, particularly in non-monogamous contexts. She explains how attachment theory influences adult relationships, highlighting the importance of feeling Available, Responsive, and Emotionally Engaged, and how negative cycles can emerge from mismatched attachment strategies. Freya emphasizes the need for awareness, external support, and somatic practices to break these cycles and foster secure, trusting connections, especially in polyamorous relationships.

Annika Ackermann und Leonie Henning: Bonus Beitrag ohne Deep Dive: Mit deinem Polykül entspannt Weihnachten und Silvester meistern

 ¹ Vortrag auf Englisch, alle anderen Vorträge sind auf Deutsch